Interessantes Fazit einer UB-Informationsveranstaltung

Die angekündigte Informationsveranstaltung der Unabhängigen Bürger für Pforzheim im Eutinger Mehrzweckgebäude der Feuerwehr über alternative Möglichkeiten eines schnellen Internetzuganges in unzureichend angeschlossenen Wohngebieten erbrachte das überraschende Ergebnis, dass eine zuverlässige Internetversorgung nicht nur in Eutingen, sondern in weiten Teilen Pforzheims zu vergleichsweise niedrigen Kosten problemlos möglich ist.

Nach einer thematischen Einführung zu den technischen, wirtschaftlichen und politischen Hintergründen der schlechten Anbindung an das Internet in verschiedenen Teilgebieten der Stadt erhielten die Referenten das Wort, ihre Alternativen zu den Anschlüssen über das Festnetz vorzustellen.

Viele Straßen auch in den äußeren Randgebieten Pforzheims und seiner Stadtteile sind bestens mit Telefonleitungen oder auch mit TV-Kabeln versorgt, über die jederzeit auch Internetzugänge möglich sind. Wer jedoch in einem Gebiet wohnt, das noch nicht hinreichend versorgt ist, hat auch die Möglichkeit, sich sofort mittels Richtfunk anschließen zu lassen oder über Satellitenanschluss ins Internet zu kommen.
In allen drei Fällen handelt es sich um zukunftssichere Breitbandtechnik mit bis zu 100 MB/sec., die zu erstaunlich günstigen Flatrates angeboten werden und keine Wünsche mehr offen lassen, sei es für TV, Datenübertragung oder Telefonie.
Damit ist nicht nur für Eutingen, sondern für die Gesamtstadt eine attraktive Lösung möglich.

Die Versorgung mit schnelleren Internetverbindungen ist Thema einer Informationsveranstaltung der Unabhängigen Bürger am morgigen Dienstag, dem 29. Juni, um 19.30 Uhr im Mehrzweckgebäude der Feuerwehr (Inselstraße) in Eutingen.

Zahlreiche Gebiete in Pforzheim sind immer noch von dem heute üblichen Stand der Technik abgeschnitten, was mit erheblichen wirtschaftlichen und kommunikativen Nachteilen verbunden ist. Sie verlieren damit immer mehr ihre Attraktivität für gewerbliche und private Anwohner.

Nach intensiven mehrtägigen Beratungen geht die Fraktionsgemeinschaft aus Freien Wählern (FW), Unabhängigen Bürgern (UB) und ListeBürgerBeteiligungshaushalt (LBBH) mit produktiven Ideen und Finanzierungsvorschlägen in die dreitätigen Haushaltsberatungen. Schwerpunkte will die drittgrößte Gemeinderatsfraktion in den Bereichen Bildung und Soziales setzen.

Die Unabhängigen Bürger (UB) haben beim Regierungspräsidium Karlsruhe, Abteilung Landespolizeidirektion, eine Anfrage zu Umleitungsstrecken wegen des zusehends stärker werdenden LKW-Verkehrs gestellt, der Eutingen mit Lärm und Abgasen stark belastet.

Wir haben vorgetragen, dass ortskundige Verkehrsteilnehmer, insbesondere LKW-Fahrer, bei Stau oder Unfällen auf der A8, nach dem Verlassen der Autobahn nicht der Umleitungsbeschilderung folgen, sondern oft in Richtung Pforzheim fahren und bei der nächst möglichen Gelegenheit nach Eutingen abbiegen. Hierbei überqueren sie dann verkehrswidrig die gewichtsbeschränkte Enzbrücke oder sie fahren über die B 10 zur Einfahrt bei Fa. Behr, dann die Hauptstraße durch Eutingen hindurch, über die Julius-Heydegger-Straße in Richtung Bretten-Bruchsal, um dort wieder die Autobahn in Richtung Mannheim-Heidelberg zu befahren.

Über dieses Thema referierte der bisherige Chefvolkswirt von Ver.di und jetzige Bundestagsabgeordnete Michael Schlecht im Rahmen der aktuellen Vortragsreihe der Unabhängigen Bürger für Pforzheim vor über 40 interessierten Zuhörern am Dienstagabend im Gasthaus Bären in Pforzheim-Eutingen.

Der Referent verstand es, in einem spannungsgeladenen Vortrag die Zuhörer zu fesseln und ihnen die eigentlichen wirtschaftlichen und politischen Hintergründe der Finanzmarktkrise offenzulegen. Er spannte den Bogen über die Regierungen von Kohl und Schröder bis zum Herbst 2008, als auch Deutschland von der Finanzkrise getroffen wurde, und stellte eine direkte Verbindung her zwischen den seit Mitte der 90er Jahre anhaltenden Bemühungen der Bundesregierungen, Deutschland global wettbewerbsfähig zu halten, indem erhebliche soziale Einschnitte erfolgten und in Deutschland als einzigem EU-Land die Löhne real sanken.